STI und STD Teil II: Die 8 häufigsten

Autor: KatKristall
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Welche sind häufige Geschlechtskrankheiten? Durch welche Symptome äußern sie sich? Wie wird behandelt und wie stehen die Heilungschancen? Nicht gerade ein Thema, über das man auf einem Stammtisch redet oder zart zwischen den ersten Küssen eines Dates anspricht. Dabei sollten wir anfangen, zu normalisieren, über Tests und unsere Gesundheit zu sprechen. Vor allem mit Personen, mit denen wir eventuell intim werden wollen.

Denn gerade im BDSM gibt es durch verschiedene Faktoren wie Lebensstil, Materialien, Fetische, Praktiken und Event- oder Club-Besuche ein höheres Potenzial zur Ansteckung. Hier hilft nur: Aufklärung, korrekte Hygiene und Safer Sex betreiben sowie sich regelmäßig testen zu lassen.

Die korrekte Bezeichnung wäre eigentlich „sexuell übertragbare Krankheiten“ beziehungsweise „Infektionen“, im Englischen „sexually transmitted diseases“, kurz STD, und “sexually transmitted infection”, kurz STI.

STI und STD: Betrifft mich das überhaupt?

Tatsächlich sind diese unglaublich verbreitet. Jede:r vierte Erwachsene in Deutschland hatte bereits eine solche Krankheit oder Infektion. Das Problem: Viele wissen gar nicht, dass sie eine haben oder hatten, welche Auswirkungen sie haben, wo es Hilfe gibt und wem man im Zweifelsfall benachrichtigen muss. Informationen über die häufigsten Übertragungswege findet ihr in Teil I dieser Serie. Dieser Beitrag widmet sich den acht häufigsten STIs beziehungsweise STDs.

Die gute Nachricht: Vor den meisten dieser Krankheiten kann man sich durch Safer Sex schützen und früh erkannt, sind die Behandlungs- und Heilungschancen bei den meisten recht gut. Safer Sex bedeutet, die Übertragung verschiedenster Keime durch physische Barrieren wie Kondome, Latex, Femidome, Handschuhe und Lecktücher zu verhindern. Es bedeutet auch, Rücksicht nur auf die eigene Gesundheit, sondern auch die anderer Menschen zu nehmen.

1. Chlamydien

Chlamydien-Infektionen gehören weltweit zu den häufigsten STI und zwar bei allen Geschlechter gleichermaßen. Meist erfolgt die Infektion mit den kugelförmigen Bakterien („Chlamydia trachomatis“) durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Kondome können die Gefahr einer Ansteckung verringern. Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern sollten sich regelmäßig untersuchen lassen.

Übertragung:
Durch vaginalen, analen, oralen oder anderen Schleimhautkontakt

Symptome:
Konstanter, klarer oder gelblicher Ausfluss aus Vagina oder Penis. Juckreiz, Schmerzen im Urogenitalbereich (also der Pelvis und auch die Hoden). Die Symptome treten normalerweise ein bis drei Wochen nach der Infektion auf, häufig verläuft die Infektion jedoch auch symptomlos.

Spätfolgen:
Bei Menschen mit Penis ist eine bleibende Verengung der Harnröhre möglich. Bei gebärfähigen Menschen können Früh- und Fehlgeburten, sowie Eileiterschwangerschaften und Unfruchtbarkeit auftreten.

Behandlung:
Die Behandlung einer Chlamydien-Infektion erfolgt mit Antibiotika. Diese nimmt man ein bis zwei Wochen, bei bestimmten Präparaten auch nur ein einziges Mal.

Heilbar:
Ja. Die Infektion kann mit Antibiotika geheilt werden.

2. Feigwarzen / HPV

HPV ist kurz für humane Papillomaviren, welche Genitalwarzen verursachen. Auch hier sind alle Geschlechter gleichermaßen betroffen. Damit ist in Deutschland quasi jede:r ungeimpfte Erwachsene potentieller Träger oder Trägerin dieser Infektion. Bei ungefähr 20 Prozent von ihnen handelt es sich um sogenannte „High-Risk-Viren“, welche mit der Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs in Verbindung stehen. Seit 2007 werden Mädchen gegen diese geimpft, seit 2018 auch Jungen.

Übertragung:
Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Sperma, Scheidenflüssigkeit sowie direkter Haut-Schleimhaut-Kontakt. Theoretisch kann nicht ausgeschlossen werden, ob die Übertragung auch beim Kontakt der Genitalschleimhäute mit verunreinigten Gegenständen, wie Toiletten, Handtücher oder gemeinsam genutzte Seife stattfindet.

Symptome:
Spitze, hellrosa bis graue Hautfetzen an Scheide, Schamlippen, Penis und in der Aftergegend.

Spätfolgen:

Bei Frauen mit Uterus Gebärmutterhalskrebs und damit assoziierte Folgen.

Behandlung:
Bei Ausbruch: Vereisen, Abtragen, Wirkstoff Podophyllin. Bis zum 17. Lebensjahr ist die Impfung eine Kassenleistung, manche Krankenkassen übernehmen die Kosten auch über diese Altersgrenze hinaus.

Heilbar:
Nein. HPV bleibt für immer im Körper und kann erneut ausbrechen.

3. Pilzerkrankungen der Genitalien

Auch Pilzerkrankungen zählen zu den STIs. Am häufigsten sind hier Hefepilze mit dem Namen „Candida Albicans“, die ebenfalls bei allen Geschlechtern auftreten können.

Übertragung:
Geschlechtsverkehr, Schleimhautkontakt mit infizierten Stellen, Störung der Scheidenflora, mangelnde oder falsche Hygiene, falsche Waschmittel, unsauberes Spielzeug, unsaubere Toiletten, Duschen, Bäder.

Symptome:
Schwellungen und Rötung von Schamlippen und Scheide. Gelblicher, weißlich-bröckeliger Ausfluss und Juckreiz. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Rote Pünktchen auf Eichel und Vorhaut. Weißliche, unangenehm riechende Ablagerungen unter der Vorhaut.

Spätfolgen:
Schädigung der Scheidenflora, Narbenbildung des entzündeten Gewebes, langer Heilprozess bei wiederkehrendem Pilzbefall.

Behandlung:
Pilzmittel (Antimykotika) als Creme, Gel, Salbe und auch als Vaginaltabletten, danach Aufbau der Scheidenflora.

Heilbar:
Ja.

4. Tripper / Gonorrhoe

Gonorrhoe oder umgangssprachlich Tripper wird durch das Bakterium  „Neisseria gonorrhoea“ verursacht und ist extrem ansteckend. Auch hier bietet Safer-Sex den bestmöglichen Schutz.

Übertragung:
Sehr leicht übertragbar bei ungeschütztem Oral- und Geschlechtsverkehr, sowie direktem Schleimhautkontakt über Hände und Sexspielzeug.

Symptome:
Schmerzen beim Wasserlassen, milchig-eitriger Ausfluss, wunde Eichel, Halsschmerzen, geschwollene Drüsen, Ausfluss aus Harnröhre oder Anus, die ersten neun Tage symptomarm, manchmal komplett symptomfreier Verlauf.

Spätfolgen:
Kann chronisch werden und zu Unfruchtbarkeit bei allen Geschlechtern führen.

Behandlung:
Durch Antibiotika über mehrere Wochen. Oft treten Tripper und Chlamydien gleichzeitig auf und werden zeitgleich behandelt. Auch alle Partnerpersonen sollten vorsichtshalber mit behandelt werden

Heilbar:
Ja.

5. Syphilis

Syphilis wird durch Bakterien vom Typ „Treponema pallidum“ ausgelöst.
Die Infektionskrankheit kommt überall in der Welt vor. Sie befällt mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen, aber beide vor allem im jungen Erwachsenenalter. Seit es ein funktionales Antibiotika gibt, ist die Häufigkeit weltweit allerdings zurückgegangen.

Übertragung:
Über wunde Stellen und Geschwüre im Mund und an den Genitalien sowie Verletzungen oder Kontakt mit nässenden Schleimhäuten.

Symptome:
Nach zwei Wochen: kleine, schmerzlose, braunrote Geschwülste im Geschlechts- oder Mundbereich, Geschwüre an den Schleimhäuten, Entzündung der Lymphknoten.

Nach sieben bis zehn Wochen: Allgemeine Krankheitssymptome wie Kopf- oder Halsschmerzen, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Gelenkschmerzen.

Zu diesem Zeitpunkt hat sich der Krankheitserreger bereits im ganzen Körper ausgebreitet. Sämtliche Lymphknoten können anschwellen, an der Haut zeigen sich braunrote Flecken („Exanthem“) oder Knötchen, („Papeln“) die sich über große Areale und den verschiedensten Körperstellen ausbreiten können und sehr infektiös sind. Die Beschwerden gehen jedoch bald zurück. Es folgt eine Latenzphase von ungefähr einem Jahr.

Spätfolgen:
Unbehandelt heilen die Geschwüre ab, hinterlassen aber oft Narben.
In der westlichen Welt gibt es kaum noch Spätsyphilis, da sie meist im ersten Stadium behandelt wird. Bei der Spätsyphilis circa fünf Jahre nach der Ansteckung kommt es zu gravierenden Schäden der Haut, der Muskeln und der Gefäße. Zuletzt wird das Nervensystem angegriffen. Die Krankheit endet unbehandelt in ungefähr zehn Prozent der Fälle mit dem Tod.

Behandlung:
Antibiotika wie Penicillin.

Heilbar:
Ja.

6. Herpes

Übertragung:
Leicht übertragbar durch direkten Kontakt mit Bläschen oder Geschwüren oder per Tröpfchen- oder Schmierinfektion wie Husten, Niesen, das gemeinsame Benutzen eines Glases. Außerdem auch über die Schleimhäute übertragbar sowie durch Sekret an Händen oder Haut beim Sex, Lecken, Küssen, Fingern, Teilen von Sexspielzeug. Auch bei der Geburt kann Herpes auf Neugeborene übertragen werden.

Symptome:
Typische Bläschenbildung mit wässrigem Inhalt oder flache Geschwüre an Lippe oder Genitalbereich (Schleimhäute), selten auch Fieber, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellung. Heilen in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Erstinfektionen verlaufen häufig symptomlos.

Im weiteren Verlauf betrifft Genitalherpes meist die großen und kleinen Vulvalippen (Schamlippen), den Gebärmutterhals, Eichel, Vorhaut, Penisschaft und Analbereich. Es folgen Probleme beim Wasserlassen und blutiger Ausfluss aus dem After.

Spätfolgen:
Immer wiederkehrende Infektion, die bei körperlicher Belastung ausbricht.

Behandlung:
Virushemmende Cremes, Dauerprophylaxe, bei besonders schweren Fällen auch Tabletten.

Heilbar:
Nein. Die akute Infektion kann ausheilen, die Krankheit verschwindet aber nicht.

7. Hepatitis

Hepatitis bedeutet wörtlich Leberentzündung. Diese kann viele Ursachen haben, zum Beispiel Viren und Bakterien, aber auch Alkohol und andere Drogen. Da es mehrere Arten der virusbedingten Hepatitis gibt, werden sie mit den Buchstaben A, B, C, D und E bezeichnet.

Die Folgen der Infektionen sind sehr verschieden, die Übertragung erfolgt bei fast allen über vor allem durch Blut, durch Speichel, Samen, Scheidenflüssigkeit, Urin, Tränen und Muttermilch, also vor allem bei vaginalem, analem oder oralem Geschlechtsverkehr jeder Art und Kontakt mit Schleimhäuten oder kleinen Verletzungen. Außerdem durch geteiltes und/oder verunreinigtes Drogenbesteck wie Nadeln, Tupfer, Röhrchen, als auch bei der gemeinsamen Benutzung von Zahnbürsten, Rasierern, Nagelscheren, Toys und sogar Gleitmittel. Außerdem besteht ein Risiko beim Piercen und Tätowieren mit nicht sterilen Geräten.

Hepatitis A und E

Hepatitis A ist die häufigste, aber auch die am wenigsten bedrohliche Form der Virus-Hepatitis. Sie heilt fast immer von alleine aus und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Auch bekannt als Reisehepatitis, kann Hepatitis A wie Hepatitis E auch durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen werden.

Symptome:
Zwei bis vier Wochen nach Ansteckung kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden: Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Druckgefühl am rechten Rippenbogen. Bei schwangeren Menschen kann Hepatitis E zu einem schweren Verlauf bis hin zum Leberversagen führen.

Spätfolgen:
Später färbt sich der Urin dunkel und der Kot hell. Gelbfärbung von Haut und Augen finden statt und ein Juckreiz tritt auf. Bei ungefähr jeder fünften schwangeren Person mit Hepatitis E kommt es zu einem schweren Verlauf mit Leberversagen. Es besteht dann Lebensgefahr.

Behandlung:
Gegen Hepatitis A kann geimpft werden, gegen E nicht. Beide Infektionen heilen aber in der Regel von alleine aus. Aber: Anders als bei der Hepatitis A hinterlässt eine durchgemachte Hepatitis E keine Immunität. Man kann sich also immer wieder infizieren.

Heilbar:
Ja.

Hepatitis B und D

Hepatitis D kann nicht alleine auftreten, sondern braucht zur Vermehrung das Hepatitis-B-Virus. Symptome, Verlauf und Behandlung von Hepatitis B und D sind deckungsgleich.

Symptome:
Der Verlauf ist sehr individuell. Zwei Drittel der Betroffenen sind symptomlos. Zwei bis drei Monate nach der Ansteckung kommt es in der Regel zu grippeähnlichen Beschwerden: Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Hautveränderungen. Bei etwa einem Drittel kommt noch eine Gelbfärbung von Haut und Augen dazu.

Spätfolgen:
Hepatitis B kann chronisch werden und bei schweren Verläufen zu Leberversagen führen.

Behandlung:
Vorbeugen kann die Impfung gegen Hepatitis A und B. Die Krankheit selbst heilt meistens von alleine aus. Bei chronischer Hepatitis B wird über Monate oder Jahre mit Medikamenten behandelt.

Heilbar:
Ja.

Hepatitis C

Nach Ansteckung vergehen drei Wochen bis sechs Monate. Nur in wenigen Fällen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen oder einer Gelbfärbung von Haut und Augen.

Spätfolgen:
Müdigkeit, Oberbauchbeschwerden, Leistungsminderung, Juckreiz und Gelenkbeschwerden. Bei einem Drittel kommt es zur Leberentzündung und Umbau des Bindegewebes beziehungsweise Vernarbung der Leber (Fibrose). Eventuell Leberzirrhose, Leberversagen oder Leberkrebs. Einige Infektionen heilen innerhalb von sechs Monaten aus, die meisten werden aber chronisch. Auch chronische Infektionen können später spontan ausheilen.

Behandlung:
Keine in der akuten Phase (sechs Monate). Danach bei chronischer Hepatitis medikamentöse Behandlung von acht bis zwölf Wochen.

Heilbar:
Ja.

8. HIV-Infektion / Aids

Aids gilt als die gefährlichste sexuell übertragbare Krankheit und durch eine Schwächung des Immunsystems charakterisiert. Ausgelöst wird sie durch das HI-Virus (Humanes Immunschwäche-Virus), welches heutzutage hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. HIV-positiv bedeutet, dass eine Infektion mit dem Virus vorliegt, ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Aids, welches eine Krankheit ist.

Übertragung:
Flüssigkeitsübertragung durch Blut, Sperma, Anal- und Vaginalsekret, Muttermilch. Diese müssen in die Blutbahn oder auf Schleimhäute geraten, was meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr passiert. Es kann bei der Geburt übertragen werden und auch durch nicht sterile Injektions- oder Tätowiernadeln.

Symptome:
Anfangs oder manchmal jahrelang symptomfrei. Unbehandelt sieht ein typischer Verlauf folgendermaßen aus:

Zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Unwohlsein, Nachtschweiß, Durchfall, Mandel- und Lymphknotenschwellung, Muskelschmerzen, Hautausschlag. Darauf folgt eine symptomfreie oder symptomarme Phase.

Irgendwann ist das Immunsystem so geschwächt, das Symptome wie geschwollene Lymphknoten, Nachtschweiß, Fieber, Durchfall, Gewichtsabnahme, Ohnmacht, Abgeschlagenheit, Gürtelrose, Pilzbefall von Mund, Rachen, Vagina, Nervenschädigungen an Armen und Beinen mit Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl auftreten.

Spätfolgen:
Schwächung des Immunsystems bis auf weniger als 200 Helferzellen pro Mikroliter Blut und bestimmte schwerwiegende Erkrankungen wie Lungenentzündung, Pilzbefall der Speise- und Luftröhre, bestimmte Krebsarten (zum Beispiel Kaposi-Sarkom). Dann spricht man von Aids.

Behandlung:
Vorbeugend können Medikamente wie PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) genommen werden oder bei Verdacht auf eine Risiko-Begegnung PEP (Postexpositionsprophylaxe) innerhalb von 48 Stunden.

Dank spezieller Medikamente lässt sich heutzutage auch mit einer HIV-Infektion gut und lange leben.

Heilbar:
Nein. Obwohl inzwischen so behandelt werden kann das HIV im Blut “nicht nachweisbar” ist, gibt es keine absolute und endgültige Heilung von HIV.

Weiteres:
Es gilt eine anonyme Meldepflicht bei HIV-Diagnose, Aids-Erkrankung und Tod. Tests auf den HIV-Virus sind nur mit informiertem Einverständnis möglich. Das bedeutet, die zu testende Person, muss in jedem Fall um Gegenstand und Folgen des Tests wissen. Grundsätzlich gibt es keine Offenbarungspflicht bei Ärzten, Arbeitgebern oder anderen Stellen. Das heißt, die Infektion muss niemandem mitgeteilt werden.

Anders sieht es bei sexuellen Kontakten aus. Diese müssen unbedingt vorher über die Infektion informiert und mit Kondomen geschützt werden. Inwieweit diese aufgrund einer geringen Viruslast durch die Behandlung mit Medikamenten weggelassen werden können, ist juristisch noch nicht klar geregelt.


Das war Teil II der Deviance-Serie über sexuell übertragbare Infektionen. Auch interessant:

STI und STD Teil I: Übertragungswege
STI und STD Teil III: Irrtümer und Klischees
STI und STD Teil IV: Infektionsrisiken im BDSM
STI und STD Teil V: Safer Sex und BDSM

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