Was bedeutet Subspace?

Der Begriff „Subspace“ bezeichnet im BDSM einen tranceähnlichen Bewusstseinszustand, den eine submissive Person während einer Session, also der Ausübung von BDSM-Aktivitäten, erreichen kann. Damit ist ein tiefer, entspannter Zustand gemeint. Oft wird berichtet, dass sich das reale Ich von der eingenommenen Rolle loslöst. Viele Subs bezeichnen diesen Zustand auch als „Fliegen“. Vergleichen lässt es sich ein wenig mit den Phänomen des Runners High. Damit ist ein Hochgefühl, ein Flow, eine fast meditative Losgelöstheit gemeint, von der manche Läufer:innen berichten.

Doch Vorsicht: Unterwirft man sich einer anderen Person sollte dies, wie alles im BDSM, immer safe, sane und consensual passieren. Verantwortung spielt eine große Rolle, auch sich selbst gegenüber. 

Wie kommt jemand in den Subspace?

Verursacht wird dieser Zustand durch unsere Hormone. Denn um einen tranceähnlichen Space im eigenen Kopf zu erschaffen, benötigt unser Körper nicht nur Endorphine. Auch die Ausschüttung von körpereigenen Cannabinoiden ist nötig. Außerdem spielt der Neurotransmitter Dopamin, welcher unser Belohnungszentrum beeinflusst, eine entscheidende Rolle.

Doch auch die allgemeine psychische Einstellung hat Einfluss: Denn erst das Ablegen der Verantwortung, die Tiefe der Hingabe oder das Lösen der realen Identität von der Spielrolle ermöglichen dem submissiven Part, ganz in den Subspace einzutreten. Bottom kann hierbei Dinge du tun, die vom eigentlichen Ich vielleicht sogar eher ablehnend betrachtet werden. Dieser tiefe Schwebezustand in der Phantasiewelt oder dem Rollenkonstrukt ermöglicht den Beteiligten völlig neue Erfahrungen. Ist dieses Stadium erreicht, kann Top das Spiel gerne etwas hinauszögern, um Sub länger in dem angenehmen Schwebezustand zu halten.

Wie fühlt sich das an?

Das Empfinden im Subspace ist individuell sehr verschieden. Generell ist es nicht einfach, Gefühle zu erklären oder zu beschreiben. Einige Subs bezeichnen es als eine Art rauschähnlichen Zustand, der das Gefühl hervorruft, sich ausserhalb des Körpers zu befinden. In etwa so, als könnte man sich von außen selbst beim Spiel betrachten und die Situation einfach nur genießen. Wiederum andere empfinden den Subspace schlicht als eine meditative Erfahrung. Einen Zustand der Auflösung und des vollkommenen Glücks.

Totale Entspannung

Die Gedanken des Alltags lösen sich im Subspace komplett auf. Nur noch das Hier und Jetzt zählt. Es ist also vergleichbar mit einer Art spirituellen Erfahrung oder einem Drogenrausch. Letztlich ist es eine Art Trance-Zustand. Nur eben nicht durch Konzentration, Meditation, Hypnose oder Rauschmittel ausgelöst, sondern durch Unterwerfung, Erregung, Hingabe oder Schmerz. Dazu gehört eine Menge Vertrauen in den/die oben spielende:n Partner:in. Denn nur wer sich wirklich wohlfühlt und entspannen kann, wird es schaffen, in den Subspace einzutauchen.

Was muss ich hierbei beachten?

„Wer hoch fliegt, der fällt auch tief, vielleicht waren wir zu naiv.“ Das sangen die Ärzte in „Liebe und Schmerz“ 1998. Gerade das ist ein Punkt, den man beim Subspace nicht außer Acht lassen sollte. Denn hier kann es durchaus zu einem emotionalen Absturz, einem Drop kommen. Wer fliegen will, der muss sanft landen können. Daher sollte der dominante Part die Partnerperson engmaschig begleiten und bei der Landung unterstützen, um einen Drop zu vermeiden. Dazu gehört auch eine gute Aftercare. Einige Subs beschreiben Kreislaufprobleme, die bei der Rückkehr auftreten. Etwas zum Trinken, ein Snack oder zumindest Traubenzucker sollten auf jeden Fall bereitgehalten werden.


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