How to talk kinky online… and how dafuq not

Autor: KatKristall
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Immer mehr Menschen nutzen Online-Dating

Da ist sie: Die Online-Dating-Plattform, die deine Einsamkeit beenden soll, die virtuelle Türe in dein neues heißes Sexleben, die dir deine Partnerperson zeigen wird, der Eingang zu… ja okay, es ist nur eine Dating-Plattform. Aber eine kinky Dating-Plattform. Hier öffnen sich die Möglichkeiten zu einzigartigen Gesprächen, Begegnungen und Bekanntschaften. Ja, auch die Sorte, die intimer werden können.

Die erste Nachricht

Profil angeschaut, das Bild angelächelt, nach rechts geswiped. Und… Ein Match! Eure Bilder erscheinen nebeneinander, das sieht doch gar nicht schlecht aus. Auf deinem Bildschirm erscheinen die sympathisch gemeinten Worte, die zu einem weiten Spektrum von Gefühlen führen können. Aber Panik und Verwirrung sind garantiert mit dabei. „Mach den ersten Schritt!“ Und jetzt? Wie anfangen? Wo weitermachen? Wohin geht’s dann?

Gegebene Informationen nutzen 

Ein Profiltext ist fast wie eine kleine Anzeige, man beschreibt sich selbst, was man mag und was man sucht. Oft findest du hier wertvolle Informationen, auf die du eingehen kannst. Ein Gesprächseinstieg kann ein Witz sein, eine Anmerkung oder sogar eine Frage. Einen Text zu lesen, sorgfältig auf Wortwahl, Interessen, Vorlieben und Anspielungen zu achten, zeigt Aufmerksamkeit und echtes Interesse. Du möchtest die Person nach dem ersten Eindruck kennenlernen. Daher ist es als Ansatz für ein Gespräch auch sympathischer auf die Fakten deines Gegenübers einzugehen, als gleich von dir selbst anzufangen.

Vielleicht schreibt die Person auf ihrem Profil, dass sie gerne Kaffee trinkt. Wahrscheinlich antwortet sie dir lieber auf die Frage „Hast du ein Lieblingscafé? “ als auf „Schickst du mir ein Nacktbild?“. Du denkst jetzt: „Aber wir sind auf einem kinky Portal! Ich sollte sexy sein!“

Wie wäre es stattdessen mit: „Du stehst auf Kaffee? Vielleicht kann ich dich überzeugen mich auf einen zu dir einzuladen!“

Ansprechen wie im echten Leben

Ein Chatfenster ist kein Mensch, den man ansprechen kann. Dennoch ist es ein guter Ansatz seine Nachrichten genau so zu gestalten, als würde man ein Gespräch im wahren Leben angehen. Du würdest äußerst selten einer Person zu nahe kommen, sie von unten bis oben beachten, dir über die Lippen lecken und sagen: „Hey Susi50667 – heißes Fahrgestell, würde ich gerne mal mit auf eine Probefahrt nehmen“. Hier eine grobe Vorlage für eine Nachricht: 

  • Eine Begrüßung, idealerweise mit Namen.
  • Ein kreativer, kurzer und freundlicher Text, mit Bezug auf den Profiltext, Profilbild oder Angaben zu Vorlieben. 
  • Stell eine BDSM-unabhängige Frage auf die geantwortet werden kann, wie zum Beispiel nach einer Vorliebe (Essen, Film, Buch, Baum, Pokémon)
  • Gib ein paar kurze Anhaltspunkte zu dir, wie deinen Namen oder deine Interessen.
  • Freundliche Verabschiedung.

Online-Dating – Direkt, direkter, total daneben?

Das Internet ist hemmschwellenlos. Überall kann man mit wenigen Klicks genau das bekommen, was man möchte. Konsum? Amazon. Entertainment? Netflix. Sex? Porno-Webseiten. Aber Beziehungen, egal ob Liebes-, Sex-, Spiel- oder Sozialbeziehungen, sind nicht einfach in den Warenkorb gelegt.

Natürlich: Wenn du dich auf einem solchen Portal anmeldest, möchtest du Kontakt mit jemandem. Dabei soll es wie im Falle von Deviance auch um BDSM gehen, dennoch sollte es nicht das Einzige sein, um das es geht. Direkt kann gut und interessant sein, viele Menschen wollen nicht unnötig verkomplizierte Unterhaltungen. Aber wenn es immer nur um BDSM geht, dann bekommst du auch nur einen Eindruck zu dieser Seite und diesen Teil einer Person. 

Direkt kann aber charmant sein, zum Beispiel indem man nachfragt, wo ein Foto aufgenommen wurde, was ein bestimmtes Wort im Profiltext bedeutet, wie man einen Fetisch lebt, was man mag und was nicht. Das alles kann direkt sein, ohne in die Komfortzone einzudringen. Wenn du unbedingt kurz und knackig ans Ziel willst: Bleib respektvoll, geschmackvoll und vor allem bei den Grundsätzen.

Hier eine Blacklist der Einzeiler-Nachrichten, die für einen Einzeller sprechen:

  • „Hi, ficken?“
  • „Hey.“
  • „Hey na.“
  • „Hey, wie gehts?“
  • „Dich würde ich gerne mal…“
  • „Wenn ich dich sehe bekomme ich Lust auf…“

No Go beim kinky Online-Dating: BDSM-Machtgefälle ab der ersten Nachricht

Sobald einige Menschen das Wort „submissiv“ in der Beschreibung lesen, springt ihre Sprache auf Dom. Während es grundsätzlich möglich ist, von Beginn an in einem Gefälle zu kommunizieren, so geht das nur mit Einwilligung der anderen Partei. Dasselbe gilt für submissive Menschen gegenüber Doms.

Zwar gibt es Menschen, die eine solche Interaktion genießen und denen es nicht unangenehm ist, allerdings sollte einem Machtgefälle immer zuerst zugestimmt werden. Das Erzwingen eines Austauschs mit von dir gewählten Ansprachen, Titeln und eben auch einer Erwartungshaltung ist jedoch kein guter Start in eine Konversation. Ein weiteres No-Go ist es, direkt einen Kosenamen oder eine Ansprache zu vergeben, das kann „Süßer“ oder auch „Herrin“ sein.

Dabei gibt es Wege nach Konsens zu fragen, um bereits im Chat ein Machtgefälle herzustellen. Schreib deinen Wunsch nach diesem Gefälle in deinen Profiltext und bleibe zunächst bei der grundlegenden Struktur. Ein Graubereich ist zum Beispiel das Siezen. Es kann von Anfang an in einer Nachricht passieren, wenn du Bezug auf dein und das Profil der Person nimmst. Ohne Erklärung oder dem Fragen nach Konsens ist es allerdings schnell grenzwertig.

Beispiele für’s Siezen

„Ich spreche dominante Personen gerne mit Sie an. Wenn Ihnen das genehm ist, würde ich mich über eine Zusage freuen. Sie dürfen mir auch gerne Ihren Titel vorgeben. Falls Sie damit nicht einverstanden sind, dann unterlasse ich es.“

„Als dominante Person sind mir Umgangsformen sehr wichtig. Wenn du damit einverstanden bist, würde ich in unserer Konversation gerne folgende Sprache umsetzen: (…). „

Achtung: Wenn hier jemand mit „Nein“ antwortet, so ist das zu respektieren. Solltest du dennoch mit dem Siezen fortfahren, überschreitest du eine klar gesetzte Grenze.

Beim Online-Dating ist Masse ungleich Klasse

Oft schreibt man online eine Menge Nachrichten, da ist die Versuchung groß eine Nachricht zu schreiben, die man wieder und wieder in das Chatfenster kopiert. Eine die freundlich und cool ist – das wird doch funktionieren?

Dem ist leider nicht so. Die meisten Menschen merken, wenn du eine Nachricht einfach vorschreibst, gerade wenn selbst einige Mühe in den eigenen Text investiert wurde.

Natürlich kannst du Teile kopieren, deine Selbstbeschreibung, sogar deine Eröffnungsfrage. Das ist aber nicht die universelle Lösung, um schnell an eine Partnerperson zu kommen. Es lohnt sich, die Mühe in ein echtes Gespräch zu investieren, welches auf einer ehrlichen Interaktion basiert, in das man eben auch die Zeit und Mühen steckt. Meist zahlt sich das eher aus.

Ein bisschen auf die Rechtschreibung achten

Wie auch im Profiltext zeigen guter Ausdruck, Rechtschreibung und Kommasetzung deinem Gegenüber, dass du dir Mühe gibst. Umfragen zufolge legen rund 80 Prozent der Online-Dating-Nutzer:innen Wert auf korrekte Schreibweise und stilsicheren Ausdruck. Diese paar Extrasekunden sollten also investiert werden.

Solltest du kein Profi in Orthografie sein oder eine Schwäche haben, teile deinem Match das am Anfang mit, damit nicht der Eindruck entsteht, du würdest dir keine Zeit für ihn oder sie nehmen.

Beim Sexting für Klarheit sorgen

Falls du dich dazu entscheidest, dass du es online sexy werden lassen willst, dann solltest du folgende Dinge beachten:

  • Hol dir vorher den explizit geschriebenen Konsens der Person ein, der du deine Bilder oder erotischen Texte schicken willst. Ohne diesen ist es sexuelle Belästigung. 
  • Sei dir sicher, dass du der Person mit diesen Aufnahmen vertrauen kannst. Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten, Bilder, Nachrichten und Medien zu teilen.
  • Lass dir schriftlich versichern, dass eure Nachrichten nicht an Dritte geteilt werden und sichere dies von deiner Seite aus ebenso zu. 
  • Erkläre deine Grenzen und Wünsche bevor du die Bilder schickst. Der Umgang mit diesen Aussagen ist nochmal eine gute Möglichkeit für einen Vertrauenscheck.
  • Lege diese Grenzen fest, wenn du nüchtern, ohne Druck und noch nicht im Spielfluss bist

Eine Frage der Herangehensweise 

Dating ist oft das große Ungewisse. Es gibt keine ultimative Formel für erste Nachrichten, fürs Kennenlernen oder richtige Swipen. Es geht hier um Zwischenmenschlichkeit, Soziales, Spiel und mit ein bisschen Glück um romantische Beziehungen. Also nehmt die Sache nicht zu ernst oder wissenschaftlich. Es kann ruhig witzig sein und es dürfen auch ein paar Fehler passieren. 

Zu guter Letzt noch…

Wenn sich eine Konversation aus irgendeinem Grund nicht gut anfühlt, sich das berühmte Bauchgefühl meldet oder dir sonst etwas suspekt vorkommt, verabschiede dich höflich, am besten mit den Worten, dass es für dich doch nicht passt und löse das Match auf. Noch ist nichts passiert, eure Interaktion fand bisher nur unverbindlich im digitalen Raum statt. Aus diesem Grund solltest du dennoch besonders vorsichtig sein, wenn dich jemand zur Herausgabe persönlicher Daten drängt. Diese und weitere Red Flags, die sich zum Glück früh erkennen lassen, findest du hier.


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